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Contents:

  1. Stereo accessories
  2. Accessories for photomicrography
  3. Macro accessories
  4. Exakta endoscopy and endoscopy accessories
  5. Flash units and accessories
  6. Underwater housing
  7. other accessories

One more note regarding the Ihagee numbers used in the text: unless otherwise stated, these are taken from various Ihagee instruction manuals for accessories from the period 1965-1970.

1. Stereo accessories

A rare accessory is the "Stereflex" stereo insert (Ihagee No. 306) with Zeiss Jena stereo attachment , which was shown as a prototype or very early version at the Leipzig Trade Fair in 1952 ("Die Fotografie" Issue 11, 1952) and went into production in 1955.
Two versions of the Jena stereo attachment are available, depending on the shooting distance. The stereo attachment with a 65 mm base (Ihagee No. 314) is used for shooting distances from 2 m to infinity, while the stereo attachment with a 12 mm base (Ihagee No. 313) is used for all macro shots from 0.15 m to 2 m. With this macro attachment, stereo close-ups up to a 1:1 magnification can be achieved using close-up lenses.
The stereo attachments can be used with 50mm lenses and, depending on the mount (M30.5, M40.5, M49), can therefore be attached to lenses such as the Carl Zeiss Jena Tessar 3.5/50mm and 2.8/50mm, as well as the Pancolar 2/50mm. The attachments are screwed into the filter thread of the respective lenses.
For shooting, the exposure time must be increased by approximately 1.5 times (for landscape shots) to 1.8 times (for close-ups).

Varex IIa with Stereflex insert and stereo attachment
Prototype or very early version Stereflex 1952

Stereflex prototype or very early version (1952)

Stereflex stereo insert
with stereo attachment (1955)

Stereflex stereo insert Stereflex stereo insert

Stereflex stereo insert (front)

Stereflex stereo insert (rear)

Carl Zeiss Jena stereo attachment with a 65 mm base for shots from 2 m to infinity Carl Zeiss Jena stereo attachment with a 12 mm base for shots from 0.15 m to 2 m

Carl Zeiss Jena stereo attachment with a 65 mm base for shots from 2 m to infinity

Carl Zeiss Jena stereo attachment with a 12 mm base for shots from 0.15 m to 2 m

2. Accessories for photomicrography

The Exakta was advertised at the time as a camera for science and technology; its single-lens reflex design naturally made it particularly suitable for adaptation to microscope technology. Various micro-extensions and microscope rings were available, as well as adaptations for the different versions of the microphotographic equipment from Carl Zeiss Jena.

Ihagee micro-intermediate (version 1, foldable) Ihagee micro-intermediate (version 2, detachable with dovetail ring; Ihagee no. 153)

Ihagee micro-intermediate (version 1, late; hinged, Ihagee no. 147)

Ihagee micro-intermediate piece (version 2; detachable with dovetail ring; Ihagee no. 153)

Ihagee micro-intermediate (left) and Exakta connector for the microphotographic setup from Carl Zeiss Jena (right) Ihagee microscope ring II with dovetail and thread for connecting an eyepiece holder of the L or N microscopes from Jena in conjunction with the Ihagee reproduction device

Ihagee-Mikrozwischenstück (links) und Exakta- Anschlussstück zur mikrofotografischen Einrichtung von Carl Zeiss Jena (rechts)

Ihagee-Mikroskopring II mit Ringschwalbe und Gewinde zum Anschluss eines Okularstutzens der Mikroskope L oder N aus Jena in Verbindung mit dem Ihagee-Reprogerät

Dieses flexible Ihagee-Balgenmikrozwischenstück besteht aus einem kameraseitigen Bajonettanschluss, einem Balgen und einer mikroskopseitigen Zeiss-Jena-Ringschwalbe (Schwalbenschwanzring 41,5 auf 37,8mm). Damit kann dieses Zwischenstück direkt an den Jena-Mikroskop-Stativen L oder N angeschlossen werden. Eine Verwendung am Mikroskopanschluss des starren Ihagee-Mikrozwischenstückes der Version 2 ist durch die kompatible Zeiss-Jena-Ringschwalbe ebenfalls möglich. Deshalb ist der Anschluss auch an allen Mikroskopen mit 25mm-Tubusdurchmesser möglich. In dem Schwalbenschwanzring ist eine samtgepolsterte Führung für den Okular- oder Projektivtubus eingelassen.
Durch die flexible Ausführung des Zwischenstückes ist die Befestigung der Kamera am Reprogestell des Ihagee-Vielzweckgerätes oder einem passendem Stativ Bedingung. Die Auszugsverlängerung erfolgt dann stufenlos über die Verstellung des Reprogerätes/Statives.

flexible Ihagee bellows micro-intermediate flexible Ihagee bellows micro-intermediate

flexibles Ihagee-Balgenmikrozwischenstück

flexibles Ihagee-Balgenmikrozwischenstück

Exakta Varex IIa at the photomicrography facility (mf) Exakta Varex IIa on the microphotographic setup with automatic exposure (mf-matic)

Exakta Varex IIa an der mikrofotografischen Einrichtung (mf)

Exakta Varex IIa an der mikrofotografischen Einrichtung mit Belichtungsautomatik (mf-matic)

Exakta Varex IIa at the microphotographic facility (mf) at the Carl Zeiss Jena Technival Exakta Varex IIa on the microphotographic setup with automatic exposure (mf-matic) at the Carl Zeiss Jena SM XX

Exakta Varex IIa an der mikrofotografischen Einrichtung (mf) am Carl Zeiss Jena Technival

Exakta Varex IIa an der mikrofotografischen Einrichtung mit Belichtungsautomatik (mf-matic) am Carl Zeiss Jena SM XX

1957/58 erschien die Ihagee-Lichtmesseinrichtung für die Mikro- und Makrofotografie (Ihagee-Nr. 167) (Deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1741458 vom 25.10.1956). Sie wird in das kameraseitige Bajonett eingesetzt und es können Objektiv, Mikrozwischenstück, Balgengerät oder Bajonettringe und Tuben angeschlossen werden. Dabei ergibt sich bereits durch die Lichtmesseinrichtung eine konstante Auszugsverlängerung von 20 mm. Beim Messvorgang wird ein Selen-Fotoelement in den bilderzeugenden Strahlengang eingeschoben, durch das auffallende Licht wird ein Strom erzeugt, dessen Stromstärke am angeschlossenen Mikroamperemeter abgelesen werden kann. Der Auslöser wird in dieser Zeit blockiert. Vor der eigentlichen Aufnahme wird das Fotoelement wieder aus dem Strahlengang heraus geschoben und der Auslöser kann betätigt werden. Dieses Zusatzgerät setzt zunächst eine Serie von Probeaufnahmen voraus, um den Messwert in µA in Bezug zur korrekten Belichtung zu ermitteln. Ein geeignetes Mikroamperemeter sollte einen Messbereich von 5-30µA (günstiger 5-100µA) und einen Innenwiderstand von 1000 bis 1500 Ohm aufweisen. Es kann grundsätzlich jedes Gerät mit den genannten Parametern verwendet werden.
Von der Lichtmesseinrichtung gab es zwischen 1957/58-1971 verschiedene Versionen. Diese unterschieden sich durch unterschiedliche Frontgravuren. So gibt es Geräte mit Gravur ?Ihagee Dresden Germany?, ?Ihagee Dresden?, ?Varilux Ihagee Dresden Germany? oder ?Makrolux Ihagee Dresden Germany?. Weiterhin existieren Varianten ohne Gravur oder mit Belederung im entsprechenden Frontplattenfeld.

Ihagee light measuring device with ?Varilux? engraving

Ihagee-Lichtmesseinrichtung (Nr. 167) mit ?Varilux?-Gravur

Exakta Varex IIa with lens magnifying insert and Ihagee light metering device

Exakta Varex IIa mit Objektivlupeneinsatz und Ihagee-Lichtmesseinrichtung

3. Makrozubehör

Bajonettringe und Tuben: Die Bajonettringe und Tuben (Ihagee-Nr. 180) sind die preiswerteste und einfachste Art der Auszugsverlängerung. Ein Satz besteht aus einem Bajonettringpaar (Ihagee-Nr. 181/183) zum Anschluss von Kamera und Objektiv und drei einschraubbaren Tuben (Nr.184: 5 mm, Nr. 185: 15 mm und Nr. 186: 30 mm). Werden nur die beiden Bajonettringe verwendet, ergibt sich eine Auszugsverlängerung von 10 mm. Der Doppelbajonettring (Nr. 187) ermöglicht eine Auszugsverlängerung von 5 mm. Es existierten zahlreiche Versionen der Bajonettring und Tuben, es gab sowohl Unterschiede in der Gravur, als auch im Design der Ringe. Die frühen Nachkriegsversionen waren im Gegensatz zu den verchromten Messingvarianten aus Aluminium gefertigt. Ein separat erhältlicher vorderer Bajonettring mit Außenbajonett (Nr. 192) ermöglichte auch die Verwendung von Objektiven mit dem Exakta-Außenbajonett.

Ihagee intermediate rings (bayonet rings and tubes, No. 180) in various designs

Ihagee-Zwischenringe (Bajonettringe und Tuben, Nr. 180) in verschiedenen Ausführungen

Double bayonet ring (No. 187) front bayonet ring with external bayonet (No. 192)

Doppelbajonettring (Nr. 187)

vorderer Bajonettring mit Außenbajonett (Nr. 192)

Bayonet rings and tubes in the early post-war version (aluminum)
Piston intermediate ring with cable release connection for RTL 1000

Stößelzwischenring mit Drahtauslöseranschluss für RTL 1000

Bajonettringe und Tuben in der frühen Nachkriegsausführung (Aluminium)

Ihagee-Objektivumkehrring (Ihagee-Nr. 159): Übliche fotografische Objektive sind auf Grund ihrer optischen Rechnung besonders gut korrigiert, wenn der Abstand zwischen Objektiv und Filmebene (Bildweite) geringer ist, als der Abstand zwischen Objektiv und Aufnahmeobjekt (Gegenstandsweite). Bei Makroaufnahmen ist dieses Verhältnis aber meist umgekehrt, daher kann mit Hilfe des Objektivumkehrringes und Balgengerät oder Zwischenringen die Optik mit der Frontlinse zur Kamera montiert werden. Mit dieser Kombination wird eine optimale Abbildungsleistung des Objektivs erreicht. Es gab den Ihagee-Umkehrring für Optiken mit Filtergewinde M35,5x0,5; M40,5x0,5 und M49x0,75.

Lens reversing ring (Ihagee No. 159) Exakta Varex VX with extension tubes, reversing lens ring, and attached Biotar 2/58 lens.

Objektivumkehrring (Ihagee-Nr. 159)

Exakta Varex VX mit Zwischenringen und mit Objektivumkehrring und angeschlossenem Biotar 2/58

Ihagee-Kleinst-Balgennaheinstellgerät: Dieses Naheinstellgerät (Ihagee-Nr. 176) ermöglicht eine stufenlose Auszugsverlängerung von 35 mm bis 125 mm. Das Sonderobjektiv Tessar 2,8/50 mm mit versenkter Fassung (Ihagee-Nr. 128) ermöglicht auch die Fokussierung auf Unendlich, die bei Verwendung anderer Optiken nicht erreicht werden kann. Diese Balgengeräte können unterschiedliche Gravuren aufweisen: ?Ihagee Germany?, ?Ihagee? oder auch keine Gravur.

Ihagee miniature bellows proximity adjustment device

Ihagee-Kleinst-Balgennaheinstellgerät (Nr. 176)

Klappbares Kopil-Balgennaheinstellgerät: Das klappbare Kopil-Balgengerät aus Japan ist eine sehr Platz sparende Konstruktion. Es lässt sich zusammengeklappt in jeder Fototasche transportieren und kann bei Bedarf in kurzer Zeit in Arbeitsstellung gebracht und arretiert werden.

Kopil bellows proximity adjustment device (folded) Kopil bellows proximity adjustment device (in working position)

Kopil-Balgennaheinstellgerät (zusammengeklappt)

Kopil-Balgennaheinstellgerät (in Arbeitsstellung)

Special Tessar 2.8/50 lens with recessed mount Special Tessar 2.8/50 lens with recessed mount

Sonderobjektiv Tessar 2,8/50 #9720340 mit versenkter Fassung (ohne Schneckengang zur Fokussierung) für die Verwendung an Balgengeräten

Neben dem bekannten versenkten Tessar gibt es zumindest ein Exemplar des E. Ludwig Meritar 2,9/50 mit versenkter Fassung (Seriennummer 812897). Es handelt sich hierbei um eine Einzelanfertigung für den Ihagee-Musterbau. Eine Serienproduktion fand nicht statt. Im Gegensatz zum Tessar ist aber ein zusätzlicher unbeschrifteter Metergang zum Fokussieren vorhanden.

Meritar 2.9/50 with recessed mount Meritar 2.9/50 with recessed mount

Neben dem Tessar 2,8/50 existierten weitere Optiken mit versenkter Fassung. Das E. Ludwig Meritar 2,9/50 dürfte ein Einzelstück bzw. Prototyp sein. Im Gegensatz zum Tessar besitzt das Meritar einen Metergang.

Comparison of Tessar (left) and Meritar (right) with recessed mount

Vergleich Tessar #9720340 (links) und Meritar #812897 (rechts) mit versenkter Fassung

Von der Exakta Camera Company Bronxville N.Y. wurde ebenfalls ein Objektiv von A. Schacht Ulm mit versenkter Fassung als Extenar 2,8/50 für Balgengeräte angeboten. Hier bestand zusätzlich die Möglichkeit, die Optik in eine zugehörige Makrofassung (ebenfalls A. Schacht Ulm) einzustecken, dadurch erhielt man ein vollwertiges Exakta-Makroobjektiv. Diese Makrofassung konnte auch einzeln als Zwischenring mit stufenlosem Auszug für jedes Objektiv mit Exakta-Bajonett verwendet werden. Die Firma Schacht selbst bot das Objektiv in ähnlichem Design als M-Travenar 2,8/50 an.

Extenar 2.8/50 with recessed mount Extenar 2.8/50 with recessed mount and matching macro mount

Extenar 2,8/50 #852663 mit versenkter Fassung

Extenar 2,8/50 #852663 mit versenkter Fassung und zugehörige Makrofassung

Macro lens Extenar 2.8/50 Macro lens Extenar 2.8/50

Makroobjektiv Extenar 2,8/50 #852663

Makroobjektiv Extenar 2,8/50 #852663

Ihagee-Auslösebrücke: Bei Auszugsverlängerungen von mehr als 5 mm dient die Ihagee-Auslösebrücke (Ihagee-Nr. 178) (Deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1742658 vom 20.7.1956) zur Kopplung der vollautomatischen Springblendenauslösung des Objektivs mit der Auslösung der Kamera. Wird der Doppelbajonettring verwendet, genügt es den kurzen Einschraubknopf der Auslösebrücke in den Kameraauslöser zu schrauben. Damit wird beim Auslösen des Objektivs der Druck auf den Kameraauslöser übertragen. Eine seltenere Variante ist die kleine Ihagee-Auslösebrücke (Nr. 149), im englischsprachigen Raum Cobra Autocouple Extension Release genannt.

Ihagee trigger bridge (No. 178) small Ihagee release bridge

Ihagee-Auslösebrücke (Nr. 178)

kleine Ihagee-Auslösebrücke (Nr. 149)

Ihagee trigger bridge on the miniature bellows close-up focusing device

Ihagee-Auslösebrücke am Kleinst-Balgennaheinstellgerät

An Stelle der Ihagee-Auslösebrücke kann auch mit einem beliebigen Doppeldrahtauslöser die Objektivauslösung mit der Kameraauslösung gekoppelt werden.

Double cable release Double cable release on the miniature bellows close-up focusing device

Doppeldrahtauslöser

Doppeldrahtauslöser am Kleinst-Balgennaheinstellgerät

Ihagee-Vielzweckgerät: Das Vielzweckgerät (Ihagee-Nr. 155) besteht aus zahlreichen Teilgeräten, die unterschiedlich miteinander kombiniert werden können. Die Grundausrüstung (Nr. 155.17) besteht aus Reprogestell (Nr. 155.16), Balgennaheinstellgerät (Nr. 155.10) und Diakopiervorsatz (Nr. 155.04).
Zusätzlich erhältlich waren das Schwenkwinkelgerät komplett (Nr. 155.08), der Schwenkwinkelaufsatz allein (Nr. 155.03), die Stativplatte zum Schwenkwinkelgerät (Nr. 155.13), das Reprogestell (155.16), das Reprogerät (Nr. 155.20, bestehend aus Reprogestell und Balgennaheistellgerät) und die Beleuchtungseinrichtung zum Reprogestell (Nr. 213.12).
Bis 1960/61 waren die Teile des Vielzweckgerätes mit schwarzem Kräusellack versehen, ab 1961 wurde dagegen eine hellblaue Hammerschlaglackierung verwendet.

Ihagee-Balgennaheinstellgerät: Als Teil des Ihagee-Vielzweckgerätes ist dieses Naheinstellgerät (Nr. 155.10) zum stationären Betrieb an Stativ oder Reprogestell vorgesehen. Ein stufenloser Balgenauszug von 35 mm bis 220 mm ist möglich. Das Balgennaheinstellgerät besteht aus Einstellschlitten (Nr. 155.01 U7) und Balgenaufsatz (Nr. 155.02). Das Jena Tessar 2,8/50 mm mit versenkter Fassung (Ihagee-Nr. 128) ermöglicht eine formatfüllende Wiedergabe größerer Objekte und die Einstellung auf Unendlich am Balgengerät. Wird bei einer Mikroaufnahme mit Hilfe des Balgennaheinstellgerätes am Reprogestell die Kamera nicht mechanisch mit dem Mikroskop verbunden, dient eine Lichtschutzmanschette (Nr. 156) zum Fernhalten von Fremdlicht.

Ihagee bellows proximity adjustment device (No. 155.10) Exakta Varex IIa with Tessar 2.8/50 mm on the Ihagee bellows close-focusing device with release bridge

Ihagee-Balgennaheinstellgerät (Nr. 155.10)

Exakta Varex IIa mit Tessar 2,8/50 mm am Ihagee-Balgennaheinstellgerät mit Auslösebrücke

Light protection cuff for the bellows close-up adjustment device Bellows close-adjustment device with screwed-on light protection cuff

Lichtschutzmanschette für das Balgennaheinstellgerät

Balgennaheinstellgerät mit aufgeschraubter Lichtschutzmanschette

Ihagee-Diakopiergerät: (Deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1717539 vom 25.1.1955) Zum Kopieren von 24x36-mm-Negativen und -Dias findet das Diakopiergerät (Nr. 155.19) Verwendung. Es besteht aus dem Balgennaheinstellgerät (Nr. 155.10) und dem Diakopiervorsatz (Nr. 155.04). Zum Diakopiervorsatz gehören noch Masken für Einzelnegative und eine Justiermattscheibe.

Ihagee slide copying attachment (No. 155.04) Ihagee slide copier (No. 155.19) consisting of slide copier attachment and bellows close-adjustment device

Ihagee-Diakopiervorsatz (Nr. 155.04)

Ihagee-Diakopiergerät (Nr. 155.19) bestehend aus Diakopiervorsatz und Balgennaheinstellgerät

Ihagee-Schwenkwinkelgerät (Nr. 155.08): Bestehend aus Einstellschlitten (Nr. 155.01 U7) und Schwenkwinkelaufsatz (Nr. 155.03), dient es am Stativ zum leichten und schnellen Verändern des Aufnahmeabstandes zum Objekt und zum schnellen Schwenken vom Quer- zum Hochformat. Für Stereoaufnahmen kann das Schwenkwinkelgerät als Stereoschieber mit verstellbarer Basis von 0 bis 50 cm verwendet werden. Die Stativplatte (Nr. 155.13) dient zum Verschieben des Schwenkwinkelaufsatzes auf der Führungsschiene der Stativplatte. Damit kann bei Verwendung von Bajonettringen und Tuben und langbrennweitigen Objektiven am Kamerastativ der Schwerpunkt der Aufnahmeapparatur günstig verlagert werden.

Ihagee swivel angle attachment (No. 155.03) and tripod plate (No. 155.13)

Ihagee-Schwenkwinkelaufsatz (Nr. 155.03) und Stativplatte (Nr. 155.13)

Ihagee swivel angle attachment (No. 155.03) and tripod plate (No. 155.13)

Ihagee-Objektivlupeneinsatz (Nr. 308.01): (Deutsches Patent Nr. 956737 vom 10.7.1952) An Stelle des Lichtschachtes oder Prismeneinsatzes kann bei Makroaufnahmen für eine bessere Scharfeinstellung des Sucherbildes auch der Ihagee-Objektivlupeneinsatz verwendet werden. Die über das Exakta- Bajonett angeschlossene Einstelllupe lässt sich problemlos durch ein besser korrigiertes Kameraobjektiv ersetzen. Zwei Versionen des Objektivlupeneinsatzes sind bekannt: Version 1 (ab 1952) - Bajonett mit 4 Schrauben befestigt, Lupenglas-Durchmesser 23 mm; Version 2 (ab 1957) - Bajonett mit 3 Schrauben befestigt, Lupenglas-Durchmesser 18 mm.

Ihagee lens magnifying insert, version 1 of 1952 Ihagee lens magnifying insert, version 1 of 1952

Ihagee-Objektivlupeneinsatz, Version 1 von 1952

Ihagee-Objektivlupeneinsatz, Version 1 von 1952

Ihagee lens magnifying insert, version 2 (No. 308.01) Ihagee lens magnifying insert, version 2 (No. 308.01)

Ihagee-Objektivlupeneinsatz, Version 2 (Nr. 308.01)

Ihagee-Objektivlupeneinsatz, Version 2 (Nr. 308.01)

Ihagee lens magnifying insert (No. 308.01)

Ihagee-Objektivlupeneinsatz, Version 2 (Nr. 308.01) rechts Planmattscheibe mit Fadenkreuz und Millimeterteilung

Ihagee lens magnifying insert with attached Biotar 2/58

Ihagee-Objektivlupeneinsatz mit aufgesetztem Biotar 2/58

4. Exakta-Endoskopie und Endoskopiezubehör

Mit Hilfe eines Endoskops können Hohlräume in lebenden Organismen sowie technische Hohlräume untersucht und teilweise bearbeitet werden. Ursprünglich wurden Endoskope für die für die humanmedizinische Diagnostik entwickelt. Bereits in den 1950-er Jahren existierten verschiedene endoskopische Systeme zum Anschluss an Kleinbildkameras. Die Dresdner Ihagee Kamerawerk AG i.V. bot Zusatzgeräte für die Systemkameras Exakta-Varex an. Die Endoskope wurden zunächst mittels einer Ihagee-Endoskopkapsel nicht direkt an die Kamera, sondern an das Filtergewinde des Kameraobjektivs angeschlossen. Die Kapsel musste also für das entsprechende Objektiv speziell angefertigt werden. Aus der Endoskopkapsel ragte ein etwa 30-40cm langer abnehmbarer starrer Endoskopschaft heraus, der zur Einführung in die entsprechenden Hohlräume gedacht war. Hersteller dieser Endoskopschäfte war in der DDR der VEB Medizintechnik Leipzig, später MLW (VEB Kombinat Medizin-, Labor- und Wägetechnik Leipzig), zahlreiche ausländische Hersteller boten ähnliche Endoskope an.
Später waren verschiedene westliche Endoskopkapseln, wie z. B. die Geräte der Firma Richard Wolf in Knittlingen, aber auch die DDR-Endoskopkapseln von MLW direkt an Stelle einer normalen Kameraoptik anschließbar. Die Anschlussmaße des Endoskopschaftes an die Endoskopanschlusskapsel waren einheitlich, so dass sowohl Endoskope von MLW als auch von weiteren Herstellern genutzt werden konnten.
Die notwendige Beleuchtung des zu untersuchenden Hohlraumes wurde direkt an der Spitze des Endoskopschaftes realisiert. Hierfür kam zum Beispiel bei der Exakta Varex der Ihagee zu Beginn ein 12V-Lämpchen zum Einsatz, das mit einem zugehörigen Überspannungsschaltgerät kurzzeitig mit 24V belastet wurde, um die entsprechende Helligkeit des Bildes zu erzielen. In dem Endoskopschaft waren zwei Kanäle vorhanden. Ein Kanal leitete die Bildinformationen des zu untersuchenden Objektes durch ein Linsensystem zur Kamera. Ein zweiter Kanal enthielt die elektrischen Zuleitungen für das Birnchen an der Schaftspitze. Die spätere Trennung des Licht-/Blitzstromkreises vom Endoskop mittels eines Lichtleitkabels stellte eine deutlich sicherere und schonendere Methode der endoskopischen Beleuchtung dar. Das für die Untersuchung notwendige Licht der Blitz-/Beleuchtungsanlage wurde hier mittels Lichtleitkabel im zweiten Kanal eingespeist. Die Lichtanlage war durch dieses optische Kabel räumlich und elektrisch vom Endoskop getrennt. Durch die geringe Helligkeit des kreisrunden endoskopischen Bildes waren mattierte Bildfeldlinsen (Mattlupen) für die Scharfstellung unzweckmäßig, bei den Ihagee-Kameras wurden für die endoskopische Fotografie unmattierte Bildfeldlinsen (Klarglaslupen) mit Fadenkreuz in das Suchersystem eingesetzt. Während Endoskopkameras mit fest verbauten Endoskopie-Einstellscheiben/Bildfeldlinsen (z. B. Praktica-Endo) nur für endoskopische Aufnahmen geeignet waren, konnten die Exakta-Kameras durch ihr Wechselsuchersystem unkompliziert sowohl für endoskopische als auch für normale Fotografie verwendet werden.
Die Exakta RTL1000 wurde von Pentacon in den Jahren 1969-1973 gebaut. Es handelt sich hier nicht um eine Exakta des Ihagee-Kamerawerkes, sondern eigentlich um eine Praktica L mit Stahllamellenschlitzverschluss, Wechselsuchersystem und Exakta-Bajonettanschluss mit Blendeninnenauslösung. Aus dieser Kamera wurde später die Praktica VLC mit komfortabler Innenlichtmessung entwickelt. Für die RTL waren auch die genannten MLW-Endoskopkapseln verwendbar und austauschbare Spezialbildfeldinsen erhältlich.

Exakta Varex with endoscope capsule, endoscope and connected cables to the surge protection device

Exakta Varex mit Endoskopkapsel, Endoskop und angeschlossenen Kabeln zum Überspannungsschaltgerät, Quelle: Prospekt des Ihagee Kamerawerk AG i. V.

Exakta Varex IIb with endoscope capsule, endoscope and connected cables to the surge protection device

Exakta Varex IIb mit Endoskopkapsel, Endoskop und angeschlossenen Kabeln zum Überspannungsschaltgerät, Quelle: Prospekt des Ihagee Kamerawerk AG i. V.

Ihagee endoscope connection capsule

Ihagee-Endoskopanschlusskapsel, eine Art Zwischenstück zum Anschluss eines Endoskops an das Filtergewinde des Kameraobjektivs, Quelle: Prospekt des Ihagee Kamerawerk AG i. V.

Ihagee endoscope connection capsule, here for direct connection to the camera bayonet or bayonet of the bellows device
Ihagee surge protection device

Ihagee-Überspannungsschaltgerät zum Anschluss eines 12V Endoskoplämpchens, das kurzzeitig für die Aufnahme mit 24V gespeist wird

Teile einer weiteren Ihagee-Endoskopanschlusskapsel, hier direkt zum Anschluss an das Kamerabajonett oder Bajonett des Balgengerätes

two ?western? endoscope capsules shown here in the version for the Exakta bayonet

zwei ?westliche? Endoskopkapseln hier als Ausführung für das Exakta-Bajonett

Exakta VX 1000 mit Endoskopkapsel der Richard Wolf GmbH Knittlingen

Elbaflex VX 1000 mit Wolf-Endoskopkapsel in originaler Holzkiste Wolf Firmenschild auf Holzkiste für Elbaflex VX 1000 mit Endoskopzubehör

Elbaflex VX 1000 mit Wolf-Endoskopkapsel in originaler Holzkiste

Wolf Firmenschild auf Holzkiste für Elbaflex VX 1000 mit Endoskopzubehör

Exakta VX 1000 mit einer unbekannten Endoskopkapsel mit Zoom-Optik Exakta VX 1000 mit einer unbekannten Endoskopkapsel mit Zoom-Optik

Exakta VX 1000 mit einer unbekannten Endoskopkapsel mit Zoom-Optik

Exakta VX 1000 mit einer unbekannten Endoskopkapsel mit Zoom-Optik

Endoskop/Endoskopschaft des VEB Medizintechnik Leipzig

Endoskop/Endoskopschaft des VEB Medizintechnik Leipzig

Endoskop/Endoskopschaft von Winter & Ibe Hamburg

Endoskop/Endoskopschaft von Winter & Ibe Hamburg

Endoskop/Endoskopschaft des VEB Medizintechnik Leipzig, Schaftspitze mit Bildkanal und 12V-Glühlampe Endoskop/Endoskopschaft von Winter & Ibe Hamburg, Schaftspitze mit Bildkanal und Kanal des Lichtleitkabels

Endoskop/Endoskopschaft des VEB Medizintechnik Leipzig, Schaftspitze mit Bildkanal und 12V-Glühlampe

Endoskop/Endoskopschaft von Winter & Ibe Hamburg, Schaftspitze mit Bildkanal und Kanal des Lichtleitkabels

Endoskop/Endoskopschaft von Richard Wolf Knittlingen

Exakta RTL1000 mit MLW-Endoskopzubehör

Exakta RTL1000 mit MLW-Endoskopzubehör

MLW-Endoskopkapsel mit Exakta-Anschluss MLW-Endoskopkapsel mit Exakta-Anschluss

MLW-Endoskopkapsel mit Exakta-Anschluss

MLW-Endoskopkapsel mit Exakta-Anschluss

5. Blitzgeräte und Zubehör

Verschiedene Ihagee-Vakublitzeinrichtungen wurden für die Exakta-Modelle angeboten. Bereits die Kine Exakta von 1938 besaß eine zusätzliche Gewindebuchse zur Befestigung der Blitzeinrichtung oberhalb der Blitzbuchsen. Die Exakta Vakublitzeinrichtung von 1951 für 3x 1,5 V Batterien, später mit einer 22,5-V- Batterie und Zündkondensator wurde an der Bodenmutter der Kamera arretiert. Durch die Schnellspann-Vorrichtung konnten alle herkömmlichen Blitzlampen unabhängig von Größe und Sockelart genutzt werden. Ein heute selten zu findender Zusatz-Blitzkopf konnte an dem zweiten Stativgewinde des Batteriefaches oder einem separaten Stativ angeschraubt werden, die Kapazität der Vakublitzeinrichtung genügte zur Stromversorgung dieses Zweitblitzes. Die Ihagee-Blitzleuchte mit Kunststoffgehäuse und zusammenfaltbarem Reflektor (1959/60), ebenfalls für eine 22,5-V-Hörgeräte-Batterie, konnte mittels einer Blitzbefestigungsschiene oder eines Blitzschuhadapters verwendet werden. Mehrere Flash-Gun-Blitzleuchten wurden von der Exakta Camera Co. New York für die Exakta in den USA angeboten.
Besonders für die wissenschaftliche und medizinische Fotografie wurden Ringblitzleuchten entwickelt. Ende der 1950-er Jahre erschien die kleinere Ihagee-Ringblitzleuchte RB1 (Ihagee-Nr. 196) mit Metallgehäuse und Pilotlicht (nur mit separatem 6V-Trafo), 1964 die Ihagee-Ringblitzleuchte RB2 (Ihagee-Nr. 197) mit Kunststoffgehäuse. Die Befestigung erfolgte in beiden Fällen über das Filtergewinde des Objektivs und der elektrische Anschluss zur Kamera wurde mittels Synchrokabel hergestellt. Für den Betrieb war noch ein üblicher Röhrenblitzgenerator zur Bereitstellung der Blitzspannung nötig (z.B. Elgawa N150, B140 oder SB250).
Speziell für medizinische Aufnahmen von Körperhöhlen wurde Anfang der 1950er das Ihagee-Kolpophot erdacht. Es bestand aus dem kompletten Balgennaheinstellgerät, einem Spezialobjektiv 1:4/135mm (Triotar/Sonnar, abblendbar bis Blende 45) und der Zentralblitzeinrichtung ZB3 (bestehend aus Ringblitzröhre, 6V-Pilotlicht und Anschlusskabeln). Die ZB3 wurde von Böhm/Elgawa Plauen speziell für das Ihagee-Kolpophot entwickelt. Später wurden die Nachfolger RB1 bzw. RB2 an Stelle der ZB3 genutzt.

Ihagee-Vakublitzeinrichtung der 1950-er Jahre, Verson 1 Ihagee-Vakublitzeinrichtung der 1950-er Jahre, Verson 1

Ihagee-Vakublitzeinrichtung der 1950-er Jahre, Verson 1, mit Zündkondensator und 22,5-V-Batterie, durch Schnellspann-Vorrichtung verwendbar für beliebige Blitzlampensockel

hagee-Vakublitzeinrichtung der 1950-er Jahre, Versionsvergleich Zusatz-Blitzkopf für die Verwendung an der Ihagee-Vakublitzeinrichtung

Ihagee-Vakublitzeinrichtung der 1950-er Jahre, Versionsvergleich:
Version 1 mit horizontal gerippter Belederung, Länge Grundkörper 210 mm (unten)
Version 2 mit fein genarbter Belederung, Länge Grundkörper 160 mm (oben)

Zusatz-Blitzkopf für die Verwendung an der Ihagee-Vakublitzeinrichtung (Befestigung an dem zweiten Stativgewinde des Batteriefaches oder einem separaten Stativ)

Ihagee-Blitzleuchte (1959/60) Ihagee-Blitzleuchte (1959/60)

Ihagee-Blitzleuchte (1959/60) mit Kunststoffgehäuse und zusammenfaltbarem Reflektor, durch Schnellspann-Vorrichtung verwendbar für beliebige Blitzlampensockel

Flash-Gun-Blitzleuchte der Exakta Camera Co. New York

Flash-Gun-Blitzleuchte der Exakta Camera Co. New York

Flash-Gun-Blitzleuchte der Exakta Camera Co. New York
Flash-Gun-Blitzleuchte der Exakta Camera Co. New York
Blitzschienen

zur Befestigung der verschiedenen Blitzleuchten an der Kamera wurden von mehreren Herstellern Blitzschienen angeboten

Ihagee Ringblitzleuchte RB1 (Ihagee-Nr. 196) Ihagee Ringblitzleuchte RB1 (Ihagee-Nr. 196)

Ihagee Ringblitzleuchte RB1 (Ihagee-Nr. 196)

Ihagee Ringblitzleuchte RB1 (Ihagee-Nr. 196)

Anschlüsse der Ihagee Ringblitzleuchte RB1: oben Blitzanschlussstecker Kamera, Mitte Niederspannungsstecker zum 6V-Trafo für Pilotlicht, unten Anschluss Blitzgenerator
Ihagee-Ringblitzleuchte RB2

Anschlüsse der Ihagee Ringblitzleuchte RB1: oben Blitzanschlussstecker Kamera, Mitte Niederspannungsstecker zum 6V-Trafo für Pilotlicht, unten Anschluss Blitzgenerator

Ihagee Ringblitzleuchte RB2 (Ihagee-Nr. 197); bestehend aus Ringblitzleuchte, Filterhalter, Graufilterfolie, Synchrokabel (schwarz), Generatorkabel (grau) und Röhrenblitzgenerator (ohne Abb.)

Ihagee-Kolpophot am Stativ

Ihagee-Kolpophot am Stativ - bestehend aus dem Balgennaheinstellgerät, einem Spezialobjektiv 1:4/135mm (abblendbar bis Blende 45) und der Zentralblitzeinrichtung ZB3 (bestehend aus Ringblitzröhre, 6V-Pilotlicht und Anschlusskabeln).

Zentralblitzeinrichtung ZB3 (bestehend aus Ringblitzröhre, 6V-Pilotlicht und Anschlusskabeln)
Elgawa-Prospekt-Titelblatt: Zentralblitzeinrichtung ZB3

Elgawa-Prospekt-Titelblatt: Zentralblitzeinrichtung ZB3 (bestehend aus Ringblitzröhre, 6V-Pilotlicht und Anschlusskabeln) entwickelt für das Ihagee Kolpophot

Zentralblitzeinrichtung ZB3 (bestehend aus Ringblitzröhre, 6V-Pilotlicht und Anschlusskabeln)

Synchro-Kupplung

Zum Anschluss von Blitzgeräten mit genormtem DIN-Blitzanschluss an die alten einpoligen Blitzbuchsenpaare (Exakta Varex VX und früher) waren verschiedene Synchro-Kupplungen lieferbar

Zubehörschuh und Mittenkontaktadapter

Der Ihagee-Zubehörschuh konnte an allen Ihagee-Prismen verwendet werden. Zum Anschluss von Blitzgeräten mit Mittenkontakt war der abgebildete Mittenkontaktadapter erforderlich.

Blitzschuh für die Exakta RTL 1000

Für die Exakta RTL 1000 wurde ein spezieller Blitzschuh mit Mittenkontakt entwickelt, der unter dem Ruckspülknopf eingeschoben werden konnte.

6. Unterwassergehäuse für Ihagee-Kameras

Zum Leidwesen vieler Unterwasserfreunde existierte niemals ein echtes wasserdichtes Ihagee-Gehäuse. Viele technisch versierte Taucher wussten sich aber durchaus zu helfen und so entstanden für zahlreiche Ihagee-Kameras passende Unterwassergehäuse im Eigenbau, so zum Beispiel für die Exa I, die Exa Ia, die Exakta VX500 und sogar für die vertikale Exakta 66.

Eigenbau-Unterwassergehäuse für die Exa 0 Eigenbau-Unterwassergehäuse für die Exa 0, Einsatz mit Kamera

Eigenbau-Unterwassergehäuse für die Exa 0

Eigenbau-Unterwassergehäuse für die Exa 0, Einsatz mit Kamera

Eigenbau-Unterwassergehäuse für die Exa 0, Gehäuse ohne Einsatz und ohne Kamera

Eigenbau-Unterwassergehäuse für die Exa 0, Gehäuse ohne Einsatz und ohne Kamera

Eigenbau-Unterwassergehäuse für die Exakta VX500 Eigenbau-Unterwassergehäuse für die Exakta VX500

Eigenbau-Unterwassergehäuse für die Exakta VX500

Eigenbau-Unterwassergehäuse für die Exakta VX500

Eigenbau-Unterwassergehäuse für die vertikale Exakta 66

12 kg schweres Eigenbau-Unterwassergehäuse für die vertikale Exakta 66, die Kameramaße von 14 x 11 x 11 cm vermitteln einen Eindruck der Größe dieses UW-Gehäuses. Die Kamera befand sich im quaderförmigen Mittelteil des Tauchgehäuses. Im hinteren Teil war ein - für damalige Verhältnisse - leistungsstarkes Blitzgerät (einschließlich Akkus) untergebracht.

Natürlich gab es daneben noch industriell hergestellte Kleinserien dieser Tauchgehäuse. So fertigte zum Beispiel die Firma H. Brodthagen in Berlin eines für die Exa 0. In München bei Heckenrainer & Co. wurde ein Unterwassergehäuse für die Exa Ia gebaut. Dieses wurde sowohl vom Quelle-Versandhaus unter der Marke ?Revue? als auch vom Hersteller selbst als Heckenrainer ?Heco Mar II? in einer maximalen Gesamtstückzahl von 500 Stück vertrieben. Die Exa Ia mit eingesetztem Lichtschachtsucher war leider die einzige Kamera, die mit diesem Gehäuse genutzt werden konnte, als Objektiv musste das E. Ludwig Meritar mit Blendenvorwahl in der ?Zebraversion? und passenden Überwurfringen (Bestandteil des UW-Gehäuses) Verwendung finden. Das zugehörige UW-Blitzlicht wurde mit handelsüblichen Blitzlampen betrieben. Zum Heco-Mar-II-Gehäuse war eine spezielle Taucherlampe Heco-Lux erhältlich, die die Scharfstellung unter Wasser erleichterte. Das Unterwassergehäuse ermöglichte im Grunde alle wesentlichen Funktionen von Kamera und Objektiv zu nutzen (Fokussierung, Öffnen und Schließen der Blende, Kameraauslösung, Filmtransport).
Mit einem Gehäusedurchmesser von etwa 20 cm, einer Breite von 36 cm, einer Tiefe von 15 cm und einer Masse von ca. 3 kg hatte das Heckenrainer-Gehäuse schon beachtliche Dimensionen, war aber dennoch recht gut bedien- und nutzbar. Die Preise bewegten sich für Gehäuse mit Kamera von 440 DM (1968) bis zum Abverkauf bei Quelle im Jahr 1969 mit 199 DM.

Unterwassergehäuse für die Exa Ia von Heckenrainer & Co., vertreiben als Quelle ?Revue? und Heckenrainer ?Heco Mar II? Unterwassergehäuse für die Exa Ia von Heckenrainer & Co., vertreiben als Quelle ?Revue? und Heckenrainer ?Heco Mar II?

Unterwassergehäuse für die Exa Ia von Heckenrainer & Co., vertreiben als Quelle ?Revue? und Heckenrainer ?Heco Mar II?

ansteckbarer ?Sportsucher? zum Heco Mar II gehörende aufsetzbare Taucherlampe

ansteckbarer ?Sportsucher?

zum Heco Mar II gehörende aufsetzbare Taucherlampe Heco-Lux

Gehäuse mit eingesetzter Kamera ohne Frontplatte
Übertragung des Auslösers, des Filmaufzuges, der Fokussierung und Blendeneinstellung

Gehäuse mit eingesetzter Kamera ohne Frontplatte

Übertragung des Auslösers, des Filmaufzuges, der Fokussierung und Blendeneinstellung

Zebraversion des E-Ludwig Meritar 2,9/50 mit Blendenvorwahl, das einzige Objektiv für das Heckenrainer-Gehäuse passende Überwurfringe (Bestandteil des UW-Gehäuses) für das Meritar zur Fokussierung und Blendeneinstellung

Zebraversion des E-Ludwig Meritar 2,9/50 mit Blendenvorwahl, das einzige Objektiv für das Heckenrainer-Gehäuse

passende Überwurfringe (Bestandteil des UW-Gehäuses) für das Meritar zur Fokussierung und Blendeneinstellung

Ausführliche Beschreibungen von Hugo Ruys über Unterwassergehäuse für Ihagee-Kameras finden sich auch in der Exakta Times Nr 74, Ausgabe Juli 2009.

Herzlichen Dank an Hugo Ruys (Hilversum, NL), Heinz Schrauf (Solingen), Werner Fiedler (Leipzig) und Steffen Schönicke (Reichenbach) für die Unterstützung mit Text- und Bildmaterial.

7. sonstiges Zubehör

Zum Schutz der Kamera waren Bereitschaftstaschen mit Trageriemen erhältlich. Während die Taschen der 1940-er bis 1960-er Jahre solide aus Leder gefertigt waren, setzte sich später die Verwendung von unpraktischen und unschönen schwarzen Plastik-Formteilen durch. Wer auf die Bereitschaftstasche verzichten wollte, hatte die Möglichkeit eine Trageschnur an den Trageösen des Kameragehäuses anzubringen. Modelle aus verchromtem Metall, Leder oder Nylon mit Leder umflochten (Abb.) waren verfügbar. Heute findet man bei den alten Sammlerkameras durch die Verwendung von derartigen Schnuren meist Beschädigungen der Ösen oder der Lackierung/Verchromung des Gehäuses vor.

Exakta-Bereitschaftstaschen in verschiedenen Ausführungen Exakta-Bereitschaftstasche

Exakta-Bereitschaftstaschen in verschiedenen Ausführungen

Metall-Trageschnur Leder-Trageschnur

Metall-Trageschnur

Leder-Trageschnur

Verschiedenste Pistolengriffe (mit Drahtauslöser) zur Befestigung an der Bodenmutter der Kamera oder dem Stativanschluss des Objektivs wurden von diversen Herstellern angeboten.

Handgriff aus Aluminium mit Drahtauslöser Handgriff aus Aluminium mit Drahtauslöser angeschlossen an eine Exakta Varex IIa

Handgriff aus Aluminium mit Drahtauslöser (Hersteller: Mechan. Werkstatt u. Apparatebau, Robert und Gerhard Orban, Berlin O 112, Stalinallee 335)

Handgriff aus Aluminium mit Drahtauslöser angeschlossen an eine Exakta Varex IIa

Der Fliegerknopf oder Faustknopf ist für die Exakta-Modelle bereits seit den 1930-er Jahren als Zubehör lieferbar, er vergrößert die Druckfläche des Auslöseknopfes und ermöglicht damit unter anderem ein sicheres Auslösen der Kamera mit Handschuhen. Späte Modelle wiesen zusätzlich eine Öffnung zum Anschluss eines Drahtauslösers auf.

Exakta-Faustknopf oder Fliegerknopf Exa-/Exakta-Faustknopf oder Fliegerknopf

Exakta-Faustknopf oder Fliegerknopf
Version der 1930er Jahre

Exa-/Exakta-Faustknopf oder Fliegerknopf
Mitte und rechts: zusätzliche Möglichkeit einen Drahtauslöser auszuschließen

Der Feststellknopf für die Auslösewippe des Objektivs Meyer Domiplan 2,8/50 ermöglicht die Umschaltung des Objektivs auf manuelle Blende, da ein Objektivumschalter nicht vorhanden ist. Bei den Objektiven Meyer Domiron 2/50 und Trioplan N 2,8/100 wäre die Verwendung zwar theoretisch möglich, aber die objektivseitige Umschaltbarkeit von manueller auf automatische Blende macht die Nutzung überflüssig.

Feststellknopf für die Auslösewippe des Objektivs Meyer Domiplan 2,8/50

Feststellknopf für die Auslösewippe des Objektivs Meyer Domiplan 2,8/50

Zu den Exakta- und Exa- Kamerabaureihen gab es über die lange Bauzeit verschiedene Kameragehäusedeckel, die das Gehäuse vor Staubeintritt schützen sollten, wenn kein Objektiv an der Kamera angeschlossen war. Nach dem Übergang zu Pentacon entfiel der bisher vorhandene Ihagee-Schriftzug.

Exa-/Exakta-Kameradeckel

Exa-/Exakta-Kameradeckel;
oben links: frühe Version mit Ihagee-Schriftzug,
oben Mitte: späte Version mit Ihagee-Schriftzug,
oben rechts: Version ohne Ihagee-Schriftzug bis etwa 1966/67 (bis Exakta Varex IIb)
unten links: ab 1967 (ab VX 1000)
unten rechts: ab 1977 (für Exa mit M42x1)

Für Objektive mit Exakta-Anschluss aber auch für M42-Objektive wurden Rückdeckel mit Fernrohrokular angeboten. Damit wurde aus einem mitgeführten Teleobjektiv eine einfache Fernrohrkonstruktion.

Objektivrückdeckel mit Fernrohrokular (links Standarddeckel) aufgesetzter Objektivrückdeckel mit Fernrohrokular

Objektivrückdeckel mit Fernrohrokular (links Standarddeckel)

aufgesetzter Objektivrückdeckel mit Fernrohrokular

Für die verschiedensten Objektiv-Filtergewinde wurden Gegenlichtblenden angeboten. Die Ihagee- bzw. Ihagee-Germany-Gravur wurde nur bis zur Übernahme der Ihagee durch Pentacon angebracht. Danach waren die Gegenlichtblenden nicht mehr mit Herkunftsbezeichnungen versehen.

Gegenlichtblenden für unterschiedliche Objektiv-Filtergewinde

Gegenlichtblenden für unterschiedliche Objektiv-Filtergewinde

Die Augenmuschel hielt störendes Fremdlicht vom Prismenokular fern. Eine Fassung für Korrekturgläser ermöglichte dem Brillenträger den Einsatz einer speziellen Korrekturlinse und damit den Verzicht der Brille. Eine frühe Version von 1952 war aus schwarz eloxiertem Aluminium gefertigt, spätere Varianten dagegen aus Gummi.

Augenmuschel - frühes Modell von 1952 aus schwarz eloxiertem Aluminium Augenmuschel - drehbare Versionen mit Gummimuschel ab 1956

Augenmuschel - frühes Modell von 1952 aus schwarz eloxiertem Aluminium

Eyecup - rotating versions with rubber cup from 1956

Pentacon - Augenmuschel, ab 1970

Pentacon (Praktica / RTL 1000) - eyecup, from 1970

A Novoflex double viewfinder for focal lengths 50mm and 135mm (code: EVIS 135 D) , which could be attached to the tripod mount under the camera, made it possible to assess the image section in the respective focal length range even before changing the lens.

Originalkarton Novoflex-Doppelsucher für die Brennweiten 50 und 135mm
Novoflex-Doppelsucher für die Brennweiten 50 und 135mm, zum Ansetzen am Stativanschluss der Kamera Novoflex-Doppelsucher für die Brennweiten 50 und 135mm, zum Ansetzen am Stativanschluss der Kamera

Novoflex dual viewfinder for focal lengths of 50 and 135mm, for attaching to the camera's tripod mount

Novoflex dual viewfinder for focal lengths of 50 and 135mm, for attaching to the camera's tripod mount

A wide variety of camera stands were available for displaying cameras in specialist shops . They came in wood or plastic and were manufactured by various companies. For a collector, these often rare accessories are naturally particularly valuable.

Holz-Kameraständer für die Kine Exacta Holz-Kameraständer für die Kine Exacta

Wooden camera stand for the Kine Exacta

Wooden camera stand for the Kine Exacta

Kameraständer aus Kunststoff

Plastic camera stand

PhotoDeal - Magazin für Photographica und Fotogeschichte

Here is a personal, but of course purely subjective, recommendation from collector to collector for what I consider the best German-language magazine for photographic equipment and photographic history, PhotoDeal .

Selected PhotoDeal articles relating to the Dresden photo industry have been compiled here .

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   Version / Revision: 10.05.2014

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